Zehn flämische Krankenhäuser unterzeichnen Charta zum frühen Schwangerschaftsverlust

Zehn flämische Krankenhäuser haben die erste Kooperationscharta in Flandern zum Thema früher Schwangerschaftsverlust unterzeichnet – ein bedeutender Schritt hin zu einer einheitlicheren und einfühlsameren Betreuung. Die Charta wurde am Freitag im Kompetenzzentrum „Grief and Loss Continuing Life“ in Oostduinkerke unterzeichnet.
Die Initiative wurde von Shanti Van Genechten ins Leben gerufen, Gründerin des Kinderwens ExpertiseNetwerk und des Versorgungsnetzwerks Sterrenkinderen („Sternenkinder“). Seit einem Jahrzehnt setzt diese sich für mehr Anerkennung und Unterstützung von Eltern ein, die einen frühen Verlust eines ungeborenen Kindes erleben, gestützt auf zahlreiche Berichte betroffener Familien.
„Dass Krankenhäuser die Charta unterzeichnen, bedeutet nicht, dass sie das Thema bislang unzureichend ernst genommen haben, sondern dass sie eine strukturierte Betreuung und Kommunikation anbieten möchten“, sagt Van Genechten. „Mit der Charta bekräftigen die Krankenhäuser ihr Engagement, frühen Schwangerschaftsverlust sichtbarer zu machen und ihn als einschneidenden Verlust anzuerkennen, der Fürsorge, Zeit und fachliche Kompetenz verdient.“
Die Charta verpflichtet die Krankenhäuser, frühen Schwangerschaftsverlust als lebensveränderndes Ereignis anzuerkennen, das Sichtbarkeit, persönliche Zuwendung und individuell angepasste Betreuung erfordert.
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