'Würde und Respekt': Flandern plant Reform der Bestattungsvorschriften

Die flämische Regierung plant eine umfassende Reform der Vorschriften für Friedhöfe und Bestattungsdienstleistungen. Ziel ist es, mehr Preistransparenz zu schaffen und kommerzielle Aktivitäten rund um die Verstorbenen zu unterbinden.
Friedhöfe und Bestattungsdienstleistungen – von der Versorgung über den Transport bis zur letzten Ruhestätte – werden von der Region verwaltet. Die geltenden Regelungen stammen aus dem Jahr 2004 und bedürfen einer Aktualisierung.
Eine Reihe jüngerer Vorfälle hat den Reformbedarf verdeutlicht. Dazu gehören Vereinbarungen, bei denen Mitarbeiter von Pflegeheimen Zahlungen von Bestattungsunternehmen erhalten, wenn sie einen Verstorbenen übergeben, sowie Rabatte, die Krematorien Bestattungsunternehmen für die Anlieferung mehrerer Leichen gewähren.
Diesen Praktiken soll ein Ende gesetzt werden. Die neuen Regelungen berufen sich auf den Respekt gegenüber den Verstorbenen und den Willen ihrer Angehörigen. Eine strengere Kontrolle soll sicherstellen, dass keinerlei kommerzielle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Körper oder der Asche Verstorbener stattfinden.
„Der Körper des Verstorbenen muss mit Würde und Respekt behandelt werden und darf unter keinen Umständen Gegenstand kommerzieller Aktivitäten sein", sagte Innenministerin Hilde Crevits.
#FlandersNewsService | Hilde Crevits © BELGA PHOTO DIRK WAEM