Vioneo stoppt Pläne für Werk in Antwerpen und entscheidet sich für China

Vioneo, eine Tochtergesellschaft des dänischen Schifffahrtskonzerns A.P. Möller-Maersk, hat die Pläne zum Bau einer 1,5 Milliarden Euro teuren Fabrik für grüne Kunststoffe im Hafen von Antwerpen aufgegeben und wird das Projekt stattdessen in China realisieren.
Das Unternehmen bestätigte die Entscheidung am Freitag, nachdem die belgische Wirtschaftszeitung De Tijd darüber berichtet hatte. Vioneo erklärte, das Hauptziel bleibe die Herstellung fossilfreier Kunststoffe, aber der Bau einer Fabrik in China sei kostengünstiger und schneller umsetzbar.
China biete besseren Zugang zu grünem Methanol – einem wichtigen Rohstoff. Dadurch würden die Kosten sinken, CO₂-Emissionen reduziert und der Weg zur Markteinführung beschleunigt. Vioneo erklärte, dass das Werk in China insgesamt weniger CO₂ ausstoßen werde als die geplante Anlage in Antwerpen.
Das Antwerpener Projekt sollte die erste große Fabrik von Vioneo sein und bis zu 300.000 Tonnen grüne Kunststoffe pro Jahr produzieren. Sie sollte Sektoren wie die Gesundheits- und die Automobilindustrie beliefern und galt als wichtiger Schritt für Antwerpens grüne Ambitionen.
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