Vergessene Künstlerinnen rücken im Genter MSK wieder in den Mittelpunkt

Das Museum für Schöne Künste Gent (MSK) rückt dieses Wochenende oft übersehene Künstlerinnen des 17. und frühen 18. Jahrhunderts in den Vordergrund. Unvergesslich: Künstlerinnen von Antwerpen bis Amsterdam, 1600–1750 vereint fast 150 Werke von rund 40 Künstlerinnen und enthüllt eine reiche künstlerische Landschaft, die lange ein Dasein in einer Schattenzone der Kunstgeschichte fristete.
Von Blumenstillleben und historischen Szenen bis hin zu Porträts, Skulpturen und aufwendiger Spitzenarbeit verdeutlicht die Ausstellung das Ausmaß der künstlerischen Produktion von Frauen, die in den Niederlanden während der frühen Neuzeit tätig waren. Zu den vorgestellten Künstlerinnen gehören Clara Peeters, Judith Leyster, Maria van Oosterwijk, Michaelina Wautier und Louise Hollandine von der Pfalz. Mehrere Werke wurden von internationalen Museen und Privatsammlungen ausgeliehen.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer dreijährigen Forschungsarbeit von Kuratorin Frederica Van Dam und ihrem Team, die Literatur, Archive und Museumsdepots durchforstet haben.
Mit der Ausstellung möchte das Museum langjährige Ungleichgewichte in der Kunstgeschichte korrigieren und diese Künstlerinnen auf Augenhöhe mit ihren männlichen Zeitgenossen stellen. Botschaften, die in die Ausstellung eingeflochten sind, unterstreichen dieses Ziel mit Zeilen wie „Einst unterdrückt, nie vergessen", „Keine Fußnote, sondern ein Kapitel" und „Die alten ‚Meister' waren auch Frauen".
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