Tausende Kinder, die von der Inhaftierung ihrer Eltern betroffen sind, bleiben „unsichtbar“

In ganz Belgien wachsen schätzungsweise 17.000 Kinder mit einem oder beiden Elternteilen im Gefängnis auf, darunter rund 9.000 in Flandern, doch diese Gruppe bleibt aufgrund fehlender systematischer Erfassung weitgehend unsichtbar. Der flämische Kinderrechtsbeauftragte warnte am Dienstag, dass dieser Mangel an Daten eine wirksame Politik und Unterstützung behindere, und forderte erneut einen besser koordinierten, kindgerechten Ansatz.
Untersuchungen der Vrije Universiteit Brussel (VUB) sowie internationale Studien zeigen, dass die Inhaftierung eines Elternteils tiefgreifende Auswirkungen auf das Wohlbefinden, die Entwicklung und die Rechte eines Kindes haben kann. Rechtzeitige Unterstützung und Begleitung können diese Auswirkungen erheblich abmildern. Der Beauftragte betont daher, wie wichtig es ist, diese Kinder sichtbarer zu machen, und fordert „einen gründlicheren, kindzentrierten Ansatz“.
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