Sportärzte fordern medizinische Untersuchungen für Amateursportler

Die Vereinigung der Sport- und medizinischen Untersuchungsärzte (SKA) appelliert an Sportveranstalter und -verbände, auf ihren Anmelde- oder Mitgliedsformularen ausdrücklich auf die Website sportkeuring.be hinzuweisen, um eine präventive medizinische Untersuchung zu empfehlen.
Die Vereinigung reagiert damit auf den Tod eines 51-jährigen britischen Radfahrers während der Veranstaltung „We Ride Flanders", der Flandern-Rundfahrt für Amateurradfahrer. Laut SKA hilft der Online-Fragebogen Freizeitsportlern dabei festzustellen, ob eine sportmedizinische Untersuchung notwendig ist, um gesundheitliche Risiken zu begrenzen. „Natürlich garantiert auch die beste Untersuchung nicht, dass nach einem ‚grünen Licht' nichts schiefgehen kann – aber das Risiko wird dennoch begrenzt", heißt es vonseiten der Vereinigung.
Der Appell folgt auf einen Vorfall während der Massenveranstaltung in Flandern, bei dem zwei weitere Teilnehmer reanimiert werden mussten.
Obwohl die SKA betont, dass unklar ist, ob eine präventive Untersuchung diesen konkreten Todesfall hätte verhindern können, weist die Organisation auf die Bedeutung eines Gesundheitschecks für Sportler hin, die in den vergangenen drei Jahren keine ärztliche Untersuchung hatten.
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