Sorge um medikamentenresistente Malariaparasiten führt zur Einrichtung eines neuen Überwachungsnetzwerks

Laut dem Institut für Tropenmedizin (ITM) in Antwerpen wächst die Sorge, dass Malariaparasiten gegen Erstlinienmedikamente resistent werden könnten. Das Institut gab am Freitag bekannt, dass es ein neues Projekt startet, um die steigende Zahl von Malariafällen bei Reisenden, die nach Belgien zurückkehren, besser zu überwachen.

Das nationale Netzwerk mit dem Namen be-IMPACT zielt darauf ab, sowohl die Prävention als auch die Behandlung von Malaria bei Rückkehrern zu verbessern. Sieben Krankenhäuser in Flandern, Wallonien und Brüssel werden bei dem Projekt, das bis Ende 2028 läuft und von der flämischen Regierung finanziert wird, mit dem ITM zusammenarbeiten.

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Malariainfektionen bei Reisenden in Belgien verdoppelt. Vor drei Jahren wurde ein Höchststand erreicht, als mehr als 500 Fälle in einem einzigen Jahr gemeldet wurden. Gleichzeitig beobachten Forscher zunehmend Fälle, in denen trotz Behandlung die Krankheit nicht geheilt werden kann.

„Durch die Bündelung verschiedener Fachkenntnisse können wir Schwachstellen in den Bereichen Prävention, Nachsorge und Resistenz angehen“, erklärte die leitende Forscherin Anna Rosanas-Urgell vom ITM. „Auf diese Weise stärken wir die Versorgung von Malariapatienten in Belgien.“

 

#FlandersNewsService | © BELGA PHOTO NICOLAS MAETERLINCK

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