Rückläufiger Schiffsverkehr und geopolitische Turbulenzen belasten flämische Seehäfen

Laut Statbel ist der Verkehr in allen flämischen Seehäfen im vergangenen Jahr um drei Prozent zurückgegangen. Die vier Seehäfen in der Region Flandern – Antwerpen, Zeebrügge, Gent und Ostende – haben zusammen knapp 300 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Auch der Containerverkehr an den flämischen Seehäfen ging weiter zurück.
Das geopolitische Klima macht sich zunehmend bemerkbar. Russland, früher der viertgrößte Handelspartner des Hafens Antwerpen-Brügge, hat massiv an Bedeutung verloren. Auch der Handel mit China, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich steht unter Druck. Positive Entwicklungen, wie das wachsende Handelsvolumen mit der Türkei, sind rar.
„Globale Häfen stehen immer an vorderster Front, wenn es darum geht, geopolitische Erschütterungen aufzufangen", sagte Guy Janssens vom Hafen Antwerpen-Brügge. „Seit der Ukraine-Krise gab es kaum Wachstum. Viele Handelsbeziehungen stehen unter Druck. Wir können seit Jahren nicht mehr positiv über den Sektor sprechen."
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