Pflegeorganisation fordert mehr Unterstützung der flämischen Regierung bei der Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland

Die Pflegeorganisation Chinta fordert mehr Unterstützung durch die flämische Regierung bei der Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland. Angesichts des akuten Personalmangels im Pflegebereich in Flandern sei dies von entscheidender Bedeutung. Die Organisation richtete diesen Appell am Donnerstag während eines Besuchs der flämischen Ministerin Hilde Crevits im Senioren- und Pflegeheim Kasteeldomein Patershof in Beernem an die Politik.
Während des Besuchs sprach Crevits mit internationalen Mitarbeitenden, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Vertretern von Chinta und der Pflegeorganisation Curando.
„Unser Pflegesektor hat einen großen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Das hier laufende Projekt ist vorbildlich, weil alles auf eine sehr ethische Weise umgesetzt wird“, erklärte sie.
Die gemeinnützige Organisation Chinta arbeitet seit 2021 mit verschiedenen Arbeitgebern sowie dem Ausbildungszentrum ZoWe in Brügge zusammen. Derzeit nehmen 244 Pflegekräfte und Pflegestudierende aus Indien und den Philippinen an dem Programm teil, um künftig in Flandern tätig werden zu können.
„Internationale Anwerbung darf sich niemals ausschließlich an den Bedürfnissen Flanderns orientieren und darf weder zu Brain Drain noch zu Ausbeutung führen“, sagte Dirk Lips von Curando, einem der Projektpartner. „Deshalb arbeiten wir mit einem klaren Ethikkodex, einer ethischen Beratungsgruppe sowie einer externen Qualitätssicherung.“
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