OECD: Belgiens Entwicklungshilfe sank 2025 um 17 Prozent

Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen, dass die Ausgaben Belgiens für Entwicklungshilfe im Jahr 2025 um 17 Prozent gesunken sind. Belgien ist keineswegs eine Ausnahme: Weltweit ist die öffentliche Entwicklungshilfe zwischen den Ländern um 23,1 Prozent zurückgegangen, was den größten Rückgang aller Zeiten darstellt.

Zum zweiten Mal in Folge geben die 34 OECD-Länder weniger für Entwicklungszusammenarbeit aus. Nach vorläufigen Zahlen beläuft sich ihr Gesamtbeitrag nun auf 174,3 Milliarden Euro.

Auch Belgien gibt weniger aus: 2,72 Milliarden Dollar im Jahr 2025 (0,37 Prozent des Bruttonationaleinkommens oder BNP), verglichen mit 3,24 Milliarden Dollar (0,48 Prozent des BNP) im Jahr 2024 – ein Rückgang um 17 Prozent. 1970 hatten sich die OECD-Länder darauf geeinigt, 0,7 Prozent ihres BNE für Entwicklungshilfe auszugeben. Viele Länder, darunter Belgien, führen die zahlreichen internationalen Krisen und die angespannte Lage der öffentlichen Finanzen als Grund für die Kürzungen an.

Kürzlich wurde auch bekannt, dass sich die offizielle Entwicklungshilfe der flämischen Regierung im vergangenen Jahr auf fast 43 Millionen Euro belief, 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2025 machte die flämische Entwicklungshilfe nur 1,8 Prozent der gesamten belgischen Hilfe aus, der niedrigste Prozentsatz seit 2006.

 

#FlandersNewsService | NGO-Protest gegen niedrigere ODA © ​ BELGA PHOTO MYRTHE VAN DER VEKEN

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