Live Nation einigt sich mit der US-Wettbewerbsbehörde über Konzertmonopol

Live Nation Entertainment und seine Tochtergesellschaft Ticketmaster haben sich mit den Wettbewerbsbehörden in den Vereinigten Staaten geeinigt, wie das US-Justizministerium am Montag bekannt gab. Seit Jahren wird Live Nation vorgeworfen, den Live-Musiksektor zu monopolisieren, indem das Unternehmen sowohl Konzerte in eigenen Veranstaltungsorten organisiert als auch den Ticketverkauf abwickelt.
Details der Einigung sind nicht bekannt, aber laut mit dem Fall vertrauten Quellen soll ein Teil des Ticketverkaufs für Dritte geöffnet werden, die auch Konzerte in von Live Nation verwalteten Veranstaltungsorten organisieren dürfen. Auf diese Weise müsste Live Nation seine Tochter Ticketmaster nicht verkaufen.
Die Einigung, die noch von einem Richter bestätigt werden muss, beendet eine Klage, die darauf abzielte, Live Nation zum Verkauf von Ticketmaster zu zwingen. Der Anwalt des US-Justizministeriums, Andrew Kline, hat das Gericht gebeten, die Klage abzuweisen. Mehrere US-Bundesstaaten, die sich dem Fall angeschlossen hatten, kritisierten die Einigung jedoch am Montag und wollen die Klage weiterführen.
Live Nation übernahm Ticketmaster im Jahr 2010. Damals genehmigten die Regulierungsbehörden die Übernahme unter der Bedingung, dass Ticketmaster ausreichend Maßnahmen ergreife, um einen gesunden Wettbewerb auf dem Ticketmarkt aufrechtzuerhalten. Dieses Versprechen wurde mehrfach gebrochen. Im Jahr 2019 wurden zusätzliche Auflagen erlassen, um den Ticketmarkt für Wettbewerber offen zu halten.
Live Nation ist auch in Belgien aktiv, unter anderem als Veranstalter von Festivals wie Rock Werchter. Im vergangenen Jahr leitete die belgische Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung zur Übernahme des Pukkelpop-Festivals durch Live Nation ein. Auch Ticketmaster ist in Belgien tätig.
#FlandersNewsService | © BELGA PHOTO JILL DELSAUX