Kampagne soll das Tabu rund um psychische Gesundheit bei Männern in Flandern brechen

Eine neue Kampagne zielt darauf ab, das Stigma rund um die psychische Gesundheit von Männern in Flandern zu bekämpfen, wo Männer den Großteil der Selbstmordopfer ausmachen.
Die Initiative mit dem Titel „Kom uit je kop“ („Komm aus deinem Kopf heraus“) wurde vom Flämischen Kompetenzzentrum für Suizidprävention (VLESP) ins Leben gerufen. Sie zielt darauf ab, Männer zu ermutigen, offener über ihre Probleme zu sprechen und Hilfe zu suchen.
Zahlen aus dem Jahr 2023 zeigen, dass in Flandern 887 Menschen durch Suizid starben. Davon waren 652 Männer (73,5 Prozent) und 235 Frauen (26,5 Prozent). Untersuchungen ergaben zudem, dass Männer weitaus seltener Hilfe suchen, wenn sie sich mit Selbstmordgedanken beschäftigen. Rund 26 Prozent der Männer gaben an, überhaupt keine Unterstützung in Anspruch genommen zu haben, verglichen mit acht Prozent der Frauen.
Experten sagen, dass soziale Stigmatisierung und traditionelle Geschlechternormen eine große Rolle spielen. Vielen Männern fällt es schwer, zu erkennen oder zuzugeben, dass sie Hilfe brauchen; oft spielen sie ihre Gefühle herunter oder schweigen. Erwartungen an Männlichkeit können es Männern zudem erschweren, Gefühle auszudrücken oder um Unterstützung zu bitten. Negative Erfahrungen aus der Vergangenheit bei der Suche nach Hilfe können sie zusätzlich entmutigen.
Wenn Sie Fragen zum Thema Suizid haben oder sich in einer Krise befinden, kontaktieren Sie die kostenlose belgische Suizidpräventions-Hotline unter 1813 oder www.zelfmoord1813.be (Niederländisch) oder die CHS-Helpline unter 02 648 40 14 oder www.chsbelgium.org (Englisch).
Personen, die außerhalb Belgiens Hilfe suchen, können www.findahelpline.com besuchen.
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