Imec eröffnet neue Chip-Pilotanlage in Leuven

Das belgische Forschungszentrum imec hat in Leuven eine neue Pilotanlage eröffnet, um die nächste Generation von Computerchips zu entwickeln. Das Projekt mit dem Namen NanoIC wurde mit 2,5 Milliarden Euro von der Europäischen Union, nationalen Regierungen und privaten Unternehmen, darunter ASML, gefördert.
Die neue Pilotanlage wird sich auf die Herstellung von Transistoren konzentrieren, die kleiner als zwei Nanometer sind. Diese winzigen Bauteile sind die Grundbausteine von Computerchips. Je mehr Transistoren ein Chip enthält, desto schneller und leistungsfähiger wird er. Einige der Komponenten sind zehntausende Male dünner als ein menschliches Haar.
NanoIC wird Europas modernste Chipfertigungsmaschine einsetzen, die sogenannte extreme Ultraviolett-Lithografie. Diese Technologie ist entscheidend für zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, selbstfahrende Autos, Gesundheitswesen und 6G-Mobilfunknetze.
NanoIC ist Teil des EU-Chips-Gesetzes (Chips Act), das Forschung, Produktion und Kompetenzen im Halbleitersektor stärken soll. Die neue Pilotanlage ist darauf ausgelegt, Laborforschung in marktreife Produkte zu überführen und Europas Position im globalen Chipmarkt zu stärken.
#FlandersNewsService | Matthias Diependaele, Ministerpräsident von Flandern, Henna Virkkunen, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, der belgische Premierminister Bart De Wever und Imec-CEO Luc Van den hove (von links nach rechts) © BELGA PHOTO POOL BERT VAN DEN BROUCKE