Flandern investiert zwei Milliarden Euro in eine nachhaltige Zukunft für die Industrie

Die flämische Regierung investiert in den nächsten zehn Jahren zwei Milliarden Euro in die Zukunftssicherung der Industrie in der Region, wie Ministerpräsident Matthias Diependaele nun bekanntgab.
Flandern startete im vergangenen Jahr erstmals eine Pilotausschreibung für „Übergangsverträge” im Wert von 70 Millionen Euro, verteilt über zehn Jahre. Der Schwerpunkt der Ausschreibung lag auf Investitionen in Elektrokessel und industrielle Wärmepumpen: Schlüsseltechnologien, um energieintensive Wärmeprozesse in der Industrie nachhaltiger zu gestalten.
Die Regierung verankert diese Initiative nun strukturell und erhöht das Budget deutlich auf ein Programm mit zwei Milliarden Euro an Fördermitteln. „Dies ist die größte Förderung, die es in Flandern jemals im Rahmen eines Programms für die Industrie gegeben hat”, erklärte Diependaele, der auch Minister für Innovation ist.
Für 2028 gilt ein Investitionsbudget von 100 Millionen Euro und für 2029 sowie die folgenden Jahre eins von jeweils 200 Millionen Euro. Das Budget wird für „Differenzverträge“ verwendet. Laut Diependaele handelt es sich dabei um eine „innovative Form der staatlichen Unterstützung, die sich grundlegend von der traditionellen Subventionierung unterscheidet“.
„Bislang konzentrierte sich die Unterstützung auf den Bau neuer technischer Anlagen; jetzt machen wir sie auch in der Nutzungsphase zugänglich“, sagte er. „Auf diese Weise tragen wir nicht nur zu den Investitionskosten, sondern auch zu den Betriebskosten bei.“
#FlandersNewsService | Matthias Diependaele © BELGA PHOTO NICOLAS MAETERLINCK