Flandern gedenkt des tödlichen Unfalls, der zur Einführung von Alkoholkontrollen führte

Am 25. April 1966 fuhr in Walfergem, einem kleinen Dorf östlich von Brüssel, ein betrunkener Autofahrer in eine Gruppe von Schulkindern und tötete zehn von ihnen. Das tragische Ereignis führte zu einem Umdenken in Sachen Verkehrssicherheit, und zwei Jahre später führte Belgien Alkoholkontrollen ein.
Der Unfall vor sechzig Jahren versetzte ganz Belgien in Schock. Zehntausend Menschen nahmen an der Beerdigung teil, und das damalige Königspaar besuchte die überlebenden Opfer. Am vergangenen Wochenende begannen die Gedenkfeiern zu diesem Ereignis mit einer Ausstellung in der örtlichen Kirche und einer Gedenkmesse an diesem Wochenende.
Der Unfallfahrer von Walfergem wurde zu einer 21-jährigen Haftstrafe verurteilt. Doch es musste noch mehr getan werden. Zwei Jahre später verabschiedete das Parlament ein neues Gesetz, das Alkoholkontrollen und Blutuntersuchungen einführte. Heute sind die Vorschriften strenger denn je. Jedes Jahr werden Hunderttausende von Fahrern getestet.
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