Flämischer Umweltminister erteilt Baugenehmigung für umstrittenes Ventilus-Stromleitungsprojekt

Der flämische Umweltminister Jo Brouns hat eine Baugenehmigung für das umstrittene Ventilus-Projekt erteilt, den Bau einer Hochspannungsleitung durch Westflandern, die Strom aus Offshore-Windparks über Land transportieren soll. Der Netzbetreiber Elia hat damit grünes Licht für den Baubeginn erhalten und plant, noch im Sommer mit den Arbeiten zu beginnen. Mehrere westflämische Bürgermeister legen gegen die Entscheidung Berufung ein.
Das viel diskutierte Ventilus-Projekt betrifft die neue Hochspannungsleitung, die Strom aus den neuen Offshore-Windparks zum Festland transportieren soll. Die Leitung verläuft von Zeebrügge nach Avelgem. Zuvor hatte die flämische Regierung bereits 2023 den Regionalen Raumordnungsplan (GRUP) genehmigt, der die Grundlage für den Bauantrag bildet.
In der Provinz Westflandern gibt es seit Jahren lokalen Widerstand gegen die Pläne. Die 82 km lange Hochspannungsverbindung wird teilweise unterirdisch verlaufen, teilweise – auf einer Länge von 21 km – wird jedoch auch eine neue Hochspannungsfreileitung gebaut. Der Bau dieser neuen Freileitung ist in Westflandern ein besonders heikles Thema.
#FlandersNewsService | Jo Brouns © BELGA PHOTO KURT DESPLENTER