Flämische Städte und Gemeinden verkaufen Vermögenswerte im Wert von 1,8 Milliarden Euro

Flämische Städte und Gemeinden planen in den kommenden Jahren den Verkauf von öffentlichem Eigentum im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Hintergrund sind enger werdende Haushalte und steigender finanzieller Druck. Eine Analyse der kommunalen Mehrjahrespläne durch die Tageszeitung De Standaard zeigt, dass viele Kommunen Grundstücke und Gebäude veräußern und zunehmend Privatisierungen oder Auslagerungen von Dienstleistungen in Betracht ziehen, um ihre Haushalte auszugleichen.
Um bis 2031 solide Haushaltspositionen zu erreichen, haben die Kommunen umfangreiche Vermögensverkäufe vorgesehen. Die Summe liegt um 22 Prozent höher als in der vorherigen Legislaturperiode – das entspricht mehr als 300 Millionen Euro zusätzlich erwarteten Einnahmen aus dem Verkauf kommunaler Immobilien und Grundstücke.
Zudem greifen die Kommunen verstärkt auf den privaten Sektor zurück, um Leistungen zu erbringen, die zuvor intern gestemmt wurden, etwa Reinigung, Grünflächenpflege oder den Betrieb von Schwimmbädern. In den Mehrjahresplänen zeigt sich ein deutlicher Anstieg von Auslagerungen und Ausgliederungen, da die Gemeinden nicht nur einmalige Einnahmen erzielen, sondern auch laufende Ausgaben senken wollen.
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