Flämische Holzverbrennungspolitik unter Beschuss wegen steigender Emissionen

Die Emissionen aus der Holzverbrennung in Haushalten in Flandern sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Dennoch hat die flämische Regierung laut einer Untersuchung der Rundfunkanstalt VRT rückläufige Zahlen an Europa gemeldet.
Feldmessungen der flämischen Umweltagentur (VMM) zeigen, dass die Konzentrationen von Benzo(a)pyren, einer krebserregenden Substanz, die in direktem Zusammenhang mit der Holzverbrennung steht, im Jahr 2022 an allen Messstationen um 44 Prozent gestiegen sind. Die VMM führte den Anstieg auf die vermehrte Holzverbrennung während der Energiekrise zurück
Die von Flandern an Europa gemeldeten Zahlen zeichnen jedoch ein anderes Bild. Basierend auf einem mathematischen Modell und nicht auf Feldmessungen sollen die offiziellen Emissionen von Benzo(a)pyren im Jahr 2022 um 16 Prozent gesunken sein. Im Jahr 2023, dem Spitzenjahr für den Verkauf von Öfen, sanken die gemeldeten Emissionen demnach weiter und erreichten laut Modell ihren niedrigsten Stand.
Gleichzeitig stieg der Verkauf von Holz- und Pelletöfen sprunghaft an. Im Jahr 2022 wurden mehr als 19.000 Geräte verkauft, was einem Anstieg von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2023 stieg der Absatz auf über 20.000 Geräte, was einen Anstieg von 240 Prozent gegenüber 2019 bedeutet.
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