EU verdoppelt Einfuhrzölle auf Stahl aus Nicht-EU-Ländern

Die Europäische Union wird die Beschränkungen für Stahlimporte aus Nicht-EU-Ländern verschärfen, nachdem sich das Europäische Parlament und die Vertreter der Mitgliedstaaten am Montagabend eine diesbezügliche Einigung erzielt haben. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die angeschlagene europäische Stahlindustrie vor billigeren Importen zu schützen, insbesondere aus Ländern wie China.
Nach den neuen Regeln werden die zollfreien Stahlimporte auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt, was einer Reduzierung um 47 Prozent gegenüber den Quoten für 2024 entspricht. Importe, die diese Schwelle überschreiten, werden mit einem Zollsatz von 50 Prozent belegt, was einer Verdopplung des derzeitigen Satzes von 25 Prozent entspricht.
Für das Werk von ArcelorMittal in Gent könnte die strengere Einfuhrregelung eine erhebliche, wenn auch schrittweise Entlastung bedeuten. Das Unternehmen hat bereits angedeutet, dass strengere EU-Handelsmaßnahmen, darunter höhere Zölle und reduzierte Einfuhrmengen, die Rentabilität wahrscheinlich verbessern werden, indem sie den billigeren ausländischen Wettbewerb einschränken und die Auslastung der europäischen Standorte erhöhen.
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