Brüsseler Ministerpräsident gerät wegen Niederländischkenntnissen unter Druck

Der neue Brüsseler Ministerpräsident Boris Dilliès bringt jahrelange Erfahrung im Brüsseler Parlament und in Regierungsgeschäften mit. Seine begrenzten Niederländischkenntnisse sorgten jedoch am Wochenende für Aufmerksamkeit. Auf Fragen von Journalisten auf Niederländisch antwortete Dilliès zögerlich, räumte das Problem ein und versprach Besserung.
Dilliès bat um Verständnis und erklärte, er habe wenig Zeit gehabt, sich auf sein neues Amt vorzubereiten. Am Samstag sei ihm um 7:15 Uhr mitgeteilt worden, dass er Ministerpräsident werde, und bereits um 8:00 Uhr habe er sich den Fragen der Presse stellen müssen.
Die Dominanz des Französischen in der offiziell zweisprachigen Region ist in Flandern seit Langem ein sensibles Thema. So haben mehrere Krankenhäuser in der Hauptstadt Schwierigkeiten, trotz gesetzlicher Verpflichtungen eine Versorgung auf Niederländisch anzubieten. Niederländischsprachige Ärzte nehmen zudem keine neuen Patienten mehr auf, und es gibt lange Wartelisten.
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