Belgischer Sammler erzielt Einigung mit Griechenland über Fotos eines NS-Massakers

Der belgische Sammler und Händler Tim De Craene hat eine Grundsatzeinigung mit dem griechischen Kulturministerium über eine Serie historischer Fotografien eines NS-Massakers aus dem Jahr 1944 erzielt. Die griechische Regierung möchte die Sammlung erwerben und in das nationale Kulturerbe integrieren, damit die Bilder bewahrt und für Forschung und Gedenken zugänglich gemacht werden können.
Laut Tim De Craene werden die Bilder und Dokumente letztlich „dem griechischen Volk und seinem kollektiven Gedenken an ein dunkles Kapitel seiner Geschichte zugutekommen“. Der belgische Sammler zeigte sich erleichtert über die Einigung, nachdem es in den vergangenen Wochen sowohl im In- als auch im Ausland zu erheblichen Kontroversen gekommen war.
Details zu den genauen Modalitäten oder dem Zeitpunkt der Übergabe wurden bislang nicht bekanntgegeben. Unklar ist auch, ob bereits ein Kaufpreis vereinbart wurde. Die Fotos waren ursprünglich bei eBay zum Verkauf angeboten worden, wo der Preis auf mehrere Tausend Euro anstieg. De Craene brach die Auktion jedoch ab, als die öffentliche Debatte eskalierte.
Die Fotografien zeigen die Hinrichtung von Widerstandskämpfern nahe Athen, genauer gesagt die Massenerschießung von etwa 200 Gefangenen im Stadtteil Kaisariani am 1. Mai 1944 – eines der schwersten NS-Verbrechen in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs.
#FlandersNewsService | Photo Tim de Craene via Ebay. © EBAY / FACEBOOK GREECE AT WWII ARCHIVES