Belgien verschärft Regeln für ausländische Studierende

Belgien hat strengere Regeln für Nicht-EU-Studierende eingeführt, die im Land studieren oder ihren studentischen Aufenthaltstitel verlängern möchten, wie die Ministerin für Asyl und Migration Anneleen Van Bossuyt bekannt gab. Die Maßnahmen sollen den Missbrauch des Systems verhindern.
Nach den neuen Regeln müssen ausländische Studierende schneller nachweisen, dass sie in ihrem Studium Fortschritte erzielen. Studierende in Master- und Bachelor-Programmen müssen innerhalb von zwei Studienjahren mindestens 60 Credits erwerben, gefolgt von mindestens jeweils 40 weiteren Credits pro Folgejahr.
Außerdem gelten künftig klarere Obergrenzen für die maximale Studiendauer bei Masterstudiengängen, weiterführenden Mastern, Zertifikatskursen und Doktoratsprogrammen.
Die Regierung will zudem verhindern, dass Studierende ihren Aufenthalt durch wiederholten Fachwechsel verlängern. Wer innerhalb der ersten drei Jahre nach dem Scheitern in zwei vorangegangenen Studiengängen ein drittes Studium beginnt, kann bei der Verlängerung des Aufenthaltstitels abgewiesen werden. Studierende, die nach einem Misserfolg von einem höheren auf ein niedrigeres Studienniveau wechseln, unterliegen ebenfalls strengeren Prüfungen.
#FlandersNewsService | Ministerin für Asyl und Migration Anneleen Van Bossuyt © BELGA PHOTO EMILE WINDAL