Belgien und die Türkei streben während der Wirtschaftsmission engere Handelsbeziehungen an

Belgien und die Türkei haben eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Handelsbeziehungen während der Wirtschaftsmission Belgiens in der Türkei unter der Leitung von Königin Mathilde unterzeichnet.
Außenminister Maxime Prévot sowie Verteidigungs- und Außenhandelsminister Theo Francken haben das Abkommen am Montag in Istanbul gemeinsam mit dem türkischen Handelsminister Öömer Bolat unterzeichnet.
Die fünftägige Mission hat mehr als 400 Wirtschaftsführer, Akademiker und politische Entscheidungsträger in die Türkei gebracht. Die Unterzeichnung markierte den offiziellen Beginn des Besuchs, der sich auf die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern konzentriert.
Bei der Eröffnungsveranstaltung sagte Prévot, die Anwesenheit von Königin Mathilde unterstreiche die Bedeutung, die Belgien seinen Beziehungen zur Türkei beimisst. Der türkische Minister Bolat erklärte seinerseits, seine Regierung wolle mehr ausländische Investitionen anziehen, indem sie mehr "Transparenz, Vorhersehbarkeit und Investorenschutz" biete.
Bolat forderte Belgiens Unterstützung bei der Modernisierung der Zollunion zwischen der Türkei und der Europäischen Union ein. Das derzeitige Abkommen betrifft nur Industriegüter und landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse.
Der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele erklärte, die Wirtschaftsdiplomatie sei "unter geopolitischer Unsicherheit, sich verschiebender Lieferketten und raschem technologischen Wandel immer wichtiger geworden". Er fügte hinzu, dass belgische Unternehmen in die Türkei gereist seien, um konkrete Partnerschaften, Investitionen und Technologieprojekte zu diskutieren.
Die Handelsmission folgt den umfassenderen Bemühungen Belgiens, die wirtschaftlichen Beziehungen zur Türkei, einem ihrer größten Handelspartner Belgiens außerhalb der EU, zu vertiefen. Im vergangenen Jahr erreichten die belgischen Exporte in die Türkei 6,5 Milliarden Euro, während die Importe 5,6 Milliarden Euro betrugen.
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