Bahnunternehmen bieten Fläche für den Bau des Einstein-Teleskops an

Der Zugbetreiber SNCB/NMBS und der Infrastrukturbetreiber Infrabel haben angeboten, einen Standort in der Wallonie zur Verfügung zu stellen, um den Bau des Einstein-Teleskop zu unterstützen, falls es in der Euregio-Region errichtet wird. Eine Entscheidung über den Standort der unterirdischen Anlage – Europas fortschrittlichstem Observatorium für Gravitationswellen – soll im kommenden Jahr fallen.
Der Bau des Observatoriums würde das Ausheben von vier Millionen Kubikmetern Erdreich erfordern. Die beiden Bahnunternehmen haben vorgeschlagen, ihr 44 Hektar großes Gelände in Plombières als Lager- und Logistikzentrum für Materialien und Aushubmaterial zur Verfügung zu stellen.
Eine Task Force prüft die Möglichkeiten für das Grenzgebiet zwischen den Niederlanden, Belgien und Deutschland als Standort für das Teleskop. Der Vorschlag von SNCB und Infrabel ist keine formelle Vereinbarung, erleichtert aber weitere Gespräche in der nächsten Phase. Finanzielle Vereinbarungen wurden bislang nicht getroffen.
Das Teleskop soll der erste Gravitationswellendetektor der dritten Generation werden und würde Zugang zu Phänomenen und Prozessen ermöglichen, die der Wissenschaft bislang unzugänglich waren. Es würde 250 bis 300 Meter tief unter der Erde in Dreiecksform gebaut, wobei die drei Eckpunkte durch ein zehn Kilometer langes Rohr verbunden wären.
Zwölf europäische Länder werden bis Ende nächsten Jahres entscheiden, wo das Teleskop gebaut wird. Die Anlage soll bis 2035 in Betrieb gehen.
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