Arbeitsmigration nach Flandern erreicht Höchststand, obwohl die Region Regeln verschärft

Die Arbeitsmigration nach Flandern hat ein Rekordniveau erreicht, obwohl die flämische Arbeitsministerin Zuhal Demir strengere Beschränkungen für den Zugang zum regionalen Arbeitsmarkt einführt, berichtet die Wirtschaftszeitung De Tijd.
Daten der flämischen Regierung zeigen einen deutlichen Anstieg der erteilten Arbeitsgenehmigungen für Nicht-EU-Bürger in den vergangenen Jahren. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines der angespanntesten Arbeitsmärkte Europas mit anhaltendem Fachkräftemangel in Bereichen wie Bau oder Pflege.
Als Reaktion darauf hat Demir (N-VA) ein Reformpaket vorgelegt, das die Arbeitsmigration von außerhalb der EU begrenzen soll. Nach den neuen Regeln wird es schwieriger, gering- und mittelqualifizierte Stellen über kombinierte Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen zu besetzen.
Wirtschaftsverbände und Arbeitgeber kritisieren die Einschränkungen und warnen, dass sie den Arbeitskräftemangel verschärfen und das Wirtschaftswachstum schwächen könnten. Sie argumentieren, ausländische Arbeitskräfte spielten in vielen Bereichen der Wirtschaft eine wesentliche Rolle, und zu strenge Vorschriften könnten Unternehmen dazu bewegen, verstärkt auf kurzfristige Entsendemodelle zurückzugreifen, die weniger Kontrolle und geringeren Schutz bieten.
#FlandersNewsService | Zuhal Demir © BELGA PHOTO DIRK WAEM